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Aufruf zur Teilnahme an Forschungsprojekt

06.07.2026

Forschungsprojekt «Ich kann nicht mehr! Unterstützungsbedarf von Eltern in herausfordernden Erziehungssituationen»

Dieser Beitrag stammt von Dr. Clarissa Schär, wissenschaftliche Mitarbeiterin der FHNW


Liebe Eltern

Kennen Sie das? Sie möchten für Ihr Kind nur das Beste und setzen sich voll und ganz für das Wohl Ihrer Familie ein. Doch Ihr Kind hört einfach nicht auf zu schreien, Geschwister streiten sich ständig oder die Hausaufgaben werden zum täglichen Kampf – und Sie fühlen sich in diesem Moment überfordert und hilflos? Solche herausfordernden Situationen kennen alle Eltern. Sie gehören zum Familienalltag und sind völlig normal. Dennoch – oder gerade deshalb – benötigen Eltern manchmal Unterstützung, damit sie angemessen reagieren können, wenn sie sich überfordert fühlen.

Worum geht es in unserem Forschungsprojekt?

Im Projekt «Perspektive von Eltern auf Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Erziehung ohne Gewalt» untersuchen wir, wie Beratungs- und Unterstützungsangebote gestaltet sein sollten, damit sie Eltern in schwierigen Erziehungssituationen wirklich helfen.

Ab dem 1. Juli 2026 wird das Schweizer Zivilgesetzbuch angepasst: Es verpflichtet Eltern ausdrücklich dazu, ihre Kinder ohne körperliche Bestrafungen oder andere Formen entwürdigender Gewalt zu erziehen. Gleichzeitig sollen die Kantone sicherstellen, dass Eltern bei Erziehungsschwierigkeiten Zugang zu geeigneten Beratungs- und Unterstützungsangeboten haben. Doch welche Angebote bräuchten Eltern, um in belastenden Erziehungssituationen Hilfe und Entlastung zu erhalten? Diese Frage will diese Studie beantworten. Unser Ziel ist es zu verstehen, was Eltern brauchen und wie Angebote aussehen müssten, damit sie sie auch tatsächlich nutzen.

Diese Studie wird von der Hochschule für Soziale Arbeit der FHNW und der HESSO Freiburg im Auftrag des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV, Kommission für Kinder und Jugend (EKKJ), durchgeführt.

Was möchten wir von Ihnen wissen?

In einem persönlichen Gespräch (ca. 60-90 Minuten) würden wir gerne mit Ihnen über folgende Themen sprechen:

  • Ihre Erfahrungen: Welche Herausforderungen erleben Sie im Erziehungsalltag?
  • Ihre Bedürfnisse: Welche Art von Unterstützung und Beratung würde Ihnen in schwierigen Momenten helfen?
  • Ihre Vorstellungen: Wie sollten Unterstützungs- und Beratungsangebote gestaltet sein, damit sie für Sie zugänglich und hilfreich sind?
  • Ihre Erfahrungen mit bestehenden Angeboten: Was funktioniert gut? Was könnte besser sein?

Warum ist Ihre Teilnahme wichtig?

Ihre Perspektive als Mutter oder Vater ist entscheidend, um Beratungs- und Unterstützungsangebote zu entwickeln, die wirklich bei Familien ankommen. Mit Ihren Erkenntnissen möchten wir Empfehlungen erarbeiten, wie solche Angebote verbessert werden können.

Vertraulichkeit und Datenschutz

Alle Ihre Angaben werden vertraulich behandelt und anonymisiert ausgewertet. Ihre Teilnahme ist freiwillig und Sie können das Interview jederzeit beenden.

Haben Sie Interesse oder Fragen?

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Dr. Clarissa Schär

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
T +41 61 228 52 85
clarissa.schaer@fhnw.ch

https://www.fhnw.ch/de/personen/clarissa-schaer